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Ägypten und der Nil


 
 

Ägypten und der Nil

 
Ägypten und der Nil Ägypten wäre ohne dem Nil eine lebensfeindliche Wüste. Erst mit dem Nil konnte in einem Wüstengebiet eine Hochkultur entstehen. Der Fluß ist zugleich Lebensader, Verkehrsweg und Schöpfergott.

Für die Ägypter war die Bedeutung des Nils groß, dass man ihn als Leben spendender Gott Hapi verehrte. Der Gott Hapi wurde zweigeschlechtlich dargestellt. Bärtig wie ein Mann, mit Brüsten wie eine Amme ist der Gott anzusehen - blau und grün wie das Nilwasser, langhaarig und mit einem Fischerschurz um die Hüften.

Die Quelle des Nils war den Ägyptern unbekannt, nach ihnen entsprang er südlich von Assuan am ersten Katarakt. Erst britische Forscher entdeckten im 19. Jahrhunderten den Ausfluß am Victoriasee. In den Weißen Nil fließt bei Khartum der aus dem äthiopischen Hochland kommende Blaue Nil. Die Flußoase des Niltals verdankt den Wassermassen beider Flüsse den fruchtbaren Schlamm.

Von der Sommersonnenwende an dauert die Überschwemmung des Niltals etwa 100 Tage bis er sich in sein Flußbett zurückzieht - Der Blaue Nil verursacht dieses Anschwellen, dass bis September seinen Höhepunkt erreicht und dann wieder abläuft. Im Anschluß bestellt man die durch den Schlamm gedüngten Felder und im März werden sie erntet. Schwankungen der Wassermenge bedeuteten entweder nicht ausreichend Ackerland zur Verfügung zu haben oder Bewässerungssysteme und Gebäude wurden zerstört.

Der Bau des 3,8 Kilometer langen Assuanstaudamms 1970 war ein tiefer Einschnitt in das Flußsystem, er hält die Flut mit dem Nassersee zurück. Wie zur Pharaonenzeit bearbeiten die Fellachen ihre Felder, halten immer noch die gleichen Tierarten und errichten die Höfe wie in jener Zeit aus Nilschlammziegeln. Heute noch feiern sie im Juni das Anschwellen des Nils und die Überschwemmung des Niltals.
 
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