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Kulturareal China


 
 

Die Völker in China

 
Schon im Altpaläolithikum war der ostasiatische Raum von Menschen besiedelt worden. In der Dschoukoudiän-Höhle nahe Pekings wurden ab 1927 mehrfach Überreste eines eiszeitlichen Frühmenschen gefunden - des sogenannten Pithecanthropus pekinensis. Sein Alter wird auf 500.000 Jahre geschätzt.

In der oberen Höhle des gleichen Fundortes entdeckte man jungpaläolithische Überreste des Homo sapiens mit mongoliden Gesichtszügen. Die mongolide Rasse hat sich in Ostasien seit dem Jungpaläolithikum bis zu Beginn des Neolithikums ausgebreitet. Die typischste Form dieser Rasse ist im Bereich der tunguso-mandschurischen und mongolischen Völker zu finden und die schwächste Ausprägung liegt in Südostasien. Ihr folgt die anthropologischen Typen der Nord-, Mittel- und Südchinesen. Die Entstehungsgeschichte der mongoliden Rasse läßt sich allerdings durch Skelettfunde nicht beweisen. Jedoch sind die allgemeinen Körpermerkmale der mongoliden Rasse bekannt:

untersetzter Körperbau, zarte Hände und Füße,
haararmer Körper, gelblich bis gelbbräunlicher Haut
straffes, dunkles Haar, flaches Gesicht, flache Nase, vorspringende Wangenpartie
Mongolenfalte, Deckfalte des Auges über ganze Breite bis über den Lidrand
und bedeckt die Tränenkarunkel.


Archäologische Funde aus dem Jungpaläolithikum und dem Mesolithikum konnten kaum gemacht werden, jedoch werden ab dem 3. Jahrtausend v. u. Z. - aus dem Neolithikum - zahlreiche Überreste chinesischer Bevölkerung gemacht. Zwischen der Zeit von 2400 bis 1600 v. u. Z. und später erscheint in einigen Gebieten eine bemalte Keramik - von 1700 bis 1450 v. u. Z. mit Schwerpunkt in Ostchina und teilweiser Überschneidung der zuerst genannten eine schwarze Keramik. Diese Kulturen frühchinesischer Bevölkerung besaß womöglich Kontakte zu neolithischen Kulturen aus Zentral- und Mittelasien. Mit bereits künstlicher Bewässerung wird Hirse, Reis und Weizen angebaut. Im Bereich, in dem sich die schwarze Keramik ausbreitete, sind erste Stadtanlagen entdeckt worden, die der ersten chinesischen Dynastie - der sogenannten Hsia-Dynastie [Beginn etwa 2000 v. u. Z.]. Vielleicht gibt es auch eine Verbindung zu den Trägern der buntkeramischen Kultur. Der Zeit der schwarzen Keramik folgt die Schang-Dynastie im Zeitraum von 1500 bis 1050 v. u. Z.

Während der Zeit der Schang-Dynastie stellte man Geräte und Waffen aus Bronze her, deren Herstellungstechnik aus zentral- und mittelasiatischen bis südsibirischen Raum übernommen wurde. Es entstand ein spezialisiertes Handwerk. Eine Schrift entstand auf Orakelknochen, die aber schon keine gegenständlichen Objekte mehr zeigt. An der Spitze der Dynastie stand der Kaiser, der zugleich der Oberpriester war und Verwaltungsfunktionen ausübte. Ihm oblag auch die Verteilung der Lehen an die Bauernschaft, deren Mehrheit in dieser Zeit noch frei waren. Haus- und Luxussklaven wurden aber zu allen Zeiten in China gehalten. Sippen, in denen das Vaterrecht ausgeübt wurde, waren in der Schang-Dynastie üblich. Das Leben der einzelnen Familie wurde religiös durch einen Ahnenkult bestimmt.

In der Huangho-Ebene lag das Zentrum der Schang-Dynastie. Um das Schang-Reich hatten sich Kulturen entwickelt, aus denen die Völker der Mongolen, Thai, Tibeter, Tungusen, und Turkvölker hervorgingen.

Der Schang-Kultur schloss sich Dschou-Dynastie - von 1050 bis 247 v. u. Z. - an, in der sich eine einheitliche Kultur und Sprache der Chinesen herausbildete. Mit der vollen Entfaltung des Feudalismuses unterstanden den Feudalherren meist autonome Dorfgemeinschaften, deren Bewohner gemeinsam die Naturalabgaben leisteten. Die chinesischen Städte dieser Zeit besaßen einen quadratischen Grundriß mit geraden Straßen und zentral gelegenen Verwaltungskomplex. Ab dem 5. Jahrhundert v. u. Z. nahm die Bevökerungszahl stark zu, was dazu führte, dass der Brandrodungsfeldbau aufgegeben wurde und intensivere Bodenbearbeitungsmethoden zur Anwendung kamen. Mit der Eisenbearbeitung kam im 8. Jahrhundert v. u. Z. der Pflug zum Einsatz. In Laufe der Zeit kam Grund und Boden in Privatbesitz.

 
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