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Geschichte Afrikas


 
 

Die Geschichte von Afrika


Grobschilderung der Geschichte der Entwicklung des Menschen


Tugen Hills - Rift Valley (größte der sieben Provinzen), Kenia - hier in der Gegend wurde der Millenium-Man gefunden Die weiten Savannen des afrikanischen Kontinent gelten als die Wiege der Menschheit. Hier richteten sich vor Millionen von Jahren erste Primaten auf zwei Beine auf. Im November des Jahres 2000 wurden in den Tugen-Bergen in Zentralkenia zahlreiche Kiefer- und Knochenreste sowie Zähne von fünf schimpansengroßen Individuen geborgen.

Das Alter der Relikte war eine weitere echte Sensation: Die Skelettteile sind 6 Millionen Jahrealt und gelten somit zu den ältesten Überresten menschenähnlicher Wesen. Der wissenschaftliche Name des spektakulären Fundes ist Orrorin tugenensis. Dies bedeutet in der Sprache der lokalen Bevölkerung "ursprünglicher Mensch". Jedoch setzte sich der zu Beginn des neuen Jahrtausends in der Öffentlichkeit der Name Millenium-Man durch.

Anmerkung: Die Tugen-Berge (auch als Tugen Hills bzw. Saimo bekannt) sind eine Reihe von Hügeln im Baringo Bezirk in Kenia. Dabei handelt es sich um eins von wenigen Gebieten in Afrika, wo eine Folge von Ablagerungen aus der Zeit zwischen 14 und 4 Millionen Jahren erhalten blieb und somit ein wichtiger Standort für das Studium der menschlichen und tierischen Evolution darstellt. Die von Brigitte Senut und Martin Pickford gefundenen 6 Millionen Jahre alten Hominiden-Fossilien sind die ältesten jemals in Kenia entdeckten, und die zweitältesten in der Welt nach Sahelanthropus tchadensis. Die Art Orrorin tugenensis wurde nach der Lage benannt.

Die beiden Wissenschaftler - Brigitte Senut und Martin Pickford - die diesen für die Menschheit bedeutenden Fund machten, konnten auf Grund der Oberschenkelknochen beweisen, dass sich bei diesen Individuen bereits vor 6 Millionen Jahren der aufrechte Gang zu entwickeln begann. Dabei handelt es sich genau um die Zeit, wo sich der Stammbaum der Menschenaffen von denen der Hominiden, den Menschenartigen, trennte.

Der Stammbaum des Menschen fächert sich in zahllose Verästelungen, zu denen durch Ausgrabungen in den letzten 30 Jahren immer ätere Hominidenarten dazu kamen, was die Verwandtschaftverhältnisse der verschiedenen Stammlinien wesentlich erschwert. Zur Gattung Homo innerhalb der Familie der Hominiden, an dessen Ende der moderne Mensch - der Homo sapiens sapiens - steht, gehört auch die Gattung Australopithecinen, die noch nicht eindeutig zugeordnete Gattung Ardipithecus und die alte Gattung der Kenyanthropus. Die Gattung Australopithecinen - der sogenannte Südaffe - gliedert sich wiederum in zahlreiche Unterarten.

Tugen Hills - Rift Valley (größte der sieben Provinzen), Kenia - hier in der Gegend wurde der Millenium-Man gefunden

... derzeit in Bearbeitung.


Geschichtliche Ereignisse


Zeichen vorgeschichtlicher Kulturen gibt es zahlreiche in Afrika wie bespielsweise die megalithischen Grab- und Kultusbauten in Menhire und Dolmen wie auch die Felsbilder. Im Altertum gehörte Afrika nördlich der Sahara zum mittelmeerischen Kulturkreis von Ägypten. Es entstanden frühe Handels- und Kulturbeziehungen zu Äthiopien, der Somaliküste und zum Sudan. Phönizische, griechische und römische Niederlassungen entstanden entlang der Nordküste wie beispielsweise Karthago und Cyrene.

Im Mittelalter wird die Nordküste vom Islam erobert, in der Mitte, im Osten und Westen entstehen große Reiche mit organisierten Staatswesen. Dem Altertum und Mittelalter schließt sich die Großepoche der Neuzeit an. Eine Phase in der an der Westküste erste europäische Stützpunkte entstehen. Dies bezeugen auch die historischen Bezeichnungen für Küstenabschnitte in Westafrika wie Elfenbein-, Gold- und Sklavenküste sowie die Küste von Niederguinea. Aus diesen Niederlassungen entwickeln sich im Laufe der Zeit Küstenkolonien von denen ein reger Sklavenhandel nach Amerika beginnt.

Mit dessen Rückgang beginnt in Afrika die Plantagenwirtschaft, womit sich der Kolonialbesitz auch ins Binnenland ausdehnt. Ab 1870 beginnt ein regelrechter Kampf um Landbesitz besonders zwischen den großen Kolonialmächten England und Frankreich - siehe Faschodakrise. Später kämpfen auch Deutschland und Italien um die noch freien Gebiete.

Während des von 1899 bis 1902 andauernden Burenkrieges annektiert Großbritanien die selbstständige Burenrepublik. Italienische Kolonien sind Eritrea, Libyen, Somalia und ab 1935 bis 1941 Äthiopien. Deutsche Kolonien bestehen in Kamerun, Togo, Deutsch-Südwest-Afrika und Deutsch-Ost-Afrika.

Nach dem 2. Weltkrieg kommt es auf dem afrikanischen Kontinent zu starken Unabhängigkeitsbewegungen in allen Kolonialgebieten, Unruhen mehren sich bis es schließlich zur Entstehung vieler souveräner Staaten kommt.


Entdeckungsgeschichte


Ab dem Altertum war der Norden und Nordostrand von Afrika bereits bekannt. Um 600 v. Chr. umsegelten die Phöniker den Kontinent. Im Jahre 465 v. Chr. drang der Karthager Hanno entlang der Westküste entlang nach Kamerun vor.

Im Mittelalter erforschten die Araber den Kontinent durch Ibn Battuta und Leo Africanus, ebenso die Portugiesen B. Diaz und Vasco da Gama. Das Kap der Guten Hoffnung wird 1488 umsegelt. Zu Beginn des 19. Jahrhundets beginnt die Erforschung des Inneren von Afrika durch Barth, Livingstone, Hans Meyer, Nachtigal, Emin Pascha, Rohlfs, Speke, Stanley, Vogel und andere.


 



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