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Geschichte Asiens - Phönezier


 
 

Hethiter


Hethiter-Reich - Bildquelle siehe unterhalb des Textes Die Hethiter hatten sich im Kernland der heutigen Türkei - auf der anatolischen Halbinsel - angesiedelt. Es ist eine Region mit einer durchschnittlichen Höhe von 900 Meter über dem Meeresspiegel, eine Hochebene, die langsam in Richtung der Ägäis abfällt.

Im Gebiet siedelten die Hethiter, Hurriter und Luwier, welche das Land in kleine Fürstentümer unterteilt hatten. Diese waren untereinander verfeindet und ihre Fehden führten dazu, dass das von Kaufleuten zwischen 1850 bis 1750 v. Chr. aufgebaute Handelsnetz mit der Zerstörung des Hauptsitzes in Kaneschs endete.

Nun war der Weg einer zentralen Regierung frei und das Hethiter Reich konnte entstehen. In der Stadt Kuschara fing alles an. Der Herrscher der Stadt Pithana und sein Sohn Anitta begannen ihre Einigungspläne umzusetzen. Das einstige Kanesch - jetzt Nesa heißend - wurde die erste Hauptstadt. Das Reich dehnte sich immer weiter aus, bis ganz Mittelanatolien eingenommen war.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts v. Chr. war das Reich geeint und die Hauptstadt nach Hattusa verlegt. Als Reichsgründer ist Labarna in den hethitischen Chroniken festgehalten, dessen Amt von Hattusili I. - von 1590 bis 1560 v. Chr. - übernommen wurde. Beide genannten gelten als Reichsgründer und Nachfolger der hethitischen Monarchie.

Während seiner Herrschaft hatte Hattusili I. aus einem kleinen Reich eine Großmacht mit der Hauptstadt Hattusi gemacht.

Um seine Herrschaft in südlicher Richtung auszudehnen, unternahm er Feldzüge nach Syrien. wo er die Stadt Alalakh zerstörte. Um die Macht des Herrschers zu erlangen, kam es zu Intrigen innerhalb der königlichen Familie. Sein Nachfolger wurde Mursili I., der von 1555 bis 1530 v. Chr. herrschte und dabei die Politik seines Großvaters weiterführte. Er eroberte Aleppo in Syrien, aber sein wichtigster Feldzug führte ihn nach Babylonien, wo er die Hammurabi-Dynastie mit Zustimmung der Kassiten stürzte.

Auf dem Rückzug ließ sein Schwager Hantili I. den Herrscher ermorden und bestieg selbst den Thron. Als wichtigste Aufgabe sah er, die eroberten Gebiete seines Vorgängers zu halten, was ihm aber nicht gelang. Hurriter und Kaskäer bedrohten immer wieder das Reich. Hantili war wahrscheinlich der König, der die Städte befestigen ließ.

Immer wieder kam es zu Hofintrigen und der herrschende König wurde getöet. Einer dieser war Zidanta I. der alle seine Vorgänger ermorden ließ, um selbst den Thron besteigen zu können. Doch nun erhob sich dessen Sohn Ammuna I. und wurde selbst Herrscher. Die Folge dieser Krise war, dass die Hethiter alle eroberten Gebiete wieder verloren und das Reich die Größe des Kerngebiets wieder erreichte.

Huzzija I. folgte Ammuna I., dem es nicht gelang alle Rivalen ausschalten und an seinem Schwager Telipinu den Thron verlor.

Auch die Königin hatte einen wichtigen Platz in der Monarchie. Sie trug den Titel "Tawananna", ihre Position war unabhängig und die Frau des neuen Königs konnte erst ihren Titel übernehmen, wenn sie starb. Telipinu hatte in einer Reform festgelegt, dass eine Ehefrau nicht die Königswürde ausüben durfte, verfügte aber über hohes politisches Ansehen. Bei Abwesenheit des Königs und minderjährigen Erben durfte sie als Regentin auftreten und öffentliche Auftritte begleiten. Auch wenn sie nicht die einzige Frau war, so hatte sie den Platz 1 - als Sakuwasar, die zweite Frau - als Esirtu und weitere Frauen. Die Söhne hatten kein Anspruch auf die Krone.

Bildquelle:
Beschreibung: Kleinasien, Mesopotamien und Ägypten ca. 1400 v. Chr.
Datum: 25. Juli 2006
Quelle: http://gmt.soest.hawaii.edu/
Urheber: Captain Blood, Michael Frey

 
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