Frankreich - Königshäuser/Monarchien bis zur 5. Republik
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EPOCHE |
NAME/HERRSCHAFT |
BEMERKUNG |
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RÖMISCHES GALLIEN |
Caesar 58 - 51 v. Chr. |
Caesar erobert Gallien. Nach mehreren Schlachten gelingt es Caesar 52 v. Chr.
die Ehebung gallischer Stämme unter Fürst Vercingetorix niederzuwerfen. Mit diesem Sieg
gehört Gallien fünf Jahrhunderte zum Römischen Reich. |
Kaiser Julianus Apostata 356 und 359 |
Schon vor und während der römischen Herrschaft fallen in Gallien Stämme
aus dem Norden ein. Wiederholt kommt es dabei zu Kämpfen mit germanischen Stämmen. Mit der Zeit
nehmen diese kriegerischen Auseinandersetzungen immer mehr zu. Im Zeitraum zwischen 356 und 359 kann Kaiser
Julianus Apostata in mehreren Feldzügen die Alamannen und Franken abwehren. Zur besseren Abwehr
verlegt der Kaiser dann sein Hauptquartier von Paris an den Rhein. |
Große Invasion 406 - 407 |
Germanische Stammesbündnisse überschreiten den zugefrorenen Rhein, fallen
in Gallien ein und verwüsten es. Ein Jahrhundert lang ist Gallien ein Schlachtfeld bis sich die
Westgoten in Südgallien niederlassen, die Burgunder ein Reich im Osten gründen und die
Franken sich im Süden ausdehnen. |
Schlachten auf Katalanischen Feldern um 451 |
In Germanien und Mitteleuropa hat der Hunnenkönig Attila ein riesiges Reich
errichtet. Er überschreitet die Grenze nach Gallien 451 und kommt bis Orléans voran. Dann
bringen ihn die mit den Franken und Westgoten verbündeten Römern eine entscheidende Niederlage
bei. Trotz des Sieges gelang es den Röern bis zum Ende des weströmischen Reiches nicht, die
Herrschaft über Gallien wiederzuerlangen. |
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| MEROWINGER |
Karl Martell 714 -741 |
In dieser Epoche kommt es zu Vereinigungen, Teilungen und Wiedervereinigungen des
fränkischen Reiches. Das Frankenreich teilte sich wie folgt: Austrien im Norden, Neustrien mit dem
Zentrum Paris in der Mitte, Burgund im Südosten, Aquitanien im Südwesten sowie kleineren
Fürstentümer und Grafschaften. Immer wieder änderten sich Größen- und
Machtverhältnisse. Grund dafür war das fränkische Erbfolgerecht. Starb der König
wurde das Reich unter seine Söhne aufgeteilt. Zudem werden die fränkischen Könige zu
Marionetten des Majordomus - des obersten Hofbeamten und Führer des königlichen Gefolges.
Karl Martell war einer der bedeutendsten unter ihnen, der Majordomus in Austrien 717 und auch in
Neustrien 719 wird. Den Einfall der Sarazenen bei Tours und Poitiers im Jahre 732 wehrt Martell ab
und kann ab 735 noch Burgund erobern. |
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KAROLINGER
752 - 987 |
Pippin III. der Jüngere
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Einen Großteil des christlichen Westens erobert Karl der
Große und gründet ein riesiges Reich, welches er von Aachen aus regiert. Vom Papst wird
er zum Kaiser gekrönt. Mit dieser Krönung wird für das abendländische Kaisertum
der Grundstein gelegt. Nach seinem Tod wird das Reich geteilt und Karl der Kahle erhält mit dem
Vertrag von Verdun 843 fast gesamte Frankreich.
Zwischen 887 und 888 sind beinahe alle Gebiete, auch Burgund, verloren. Im Jahre 911 geht das
Gebiet der unteren Seine an den Normannenführer Rollo, und es entsteht die Normandie. Nur über
ein kleines Gebiet regiert der gekrönte Hugo Capet. Unabhängig sind die großen
Herzogtümer Aquitanien, Burgund, Gascogne und Normandie. |
Karl I. der Große
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Ludwig I.
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Karl II. der Kahle
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Ludwig II.
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Ludwig III.
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Karlmann
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Karl der Dicke
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Odo von Paris
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Karl III. der Einfältige
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Robert I.
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Rudolf
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Ludwig IV.
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Lothair
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Ludwig V.
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KAPETINGER
987 - 1328 |
Hugo Capet 987 - 996 |
Die Söhne von König Heinrich II. von England
werden von Philipp II. August so getäuscht, dass sie die englischen Besitzungen in
Frankreich verlieren.
Ludwig IX. der Heilige, einer der bedeutendsten Heeresführer seiner Zeit, führt
den 6. Kreuzzug an.
Rücksichtslos stärkt Philipp IV. der Schöne die Stellung der Monarchie.
Dabei kommt es soweit, dass er im Streit mit dem Papst einen Gegenpapst wählt, dessen
Residenz in Avignon angesiedelt wird. Es werden auch die Juden verfolgt und der Templerorden
unter Philip vernichtet. |
Robert II. 996 - 1031 |
Heinrich I. 1031 - 1060 |
Philipp I. 1060 - 1108 |
Ludwig VI. der Dicke 1108 - 1137 |
Ludwig VII. 1137 - 1180 |
Philipp II. 1180 - 1223 |
Ludwig VIII. 1223 - 1226 |
Ludwig IX. der Heilige 1226 - 1270 |
Philipp III. 1270 - 1285 |
Philipp IV. der Schöne 1285 - 1314 |
Ludwig X. 1314 - 1316 |
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VALOIS
1328 - 1589 |
Johann I. 1316 |
Neapel wird von Karl VIII. beansprucht, weshalb er es
vorübergehend erobert. Damit hat Frankreich erstmals in Italien Land.
Franz I. gewinnt für Frankreich Burgund und Förderer der Künste an seinem
Hof.
An einer Turnierverletzung stirbt Heinrich II.
Karl IX. wird auch als der schwache König bezeichnet, da er unter dem Einfluss
seiner Mutter Katharina von Medici steht. 1572 kommt es zur Bartholomäusnacht, wo
20.000 Hugenotten auf Befehl von Karl IX. und Katharina ermordet werden - allein davon
4.000 in Paris. Dies Ereignis führt zum Bürgerkrieg.
In diese Zeit - 1560 - 1574 - fällt auch der Machtkampf der mächtigen Häuser
Bourbon (Hugenotten), Guise (Katholiken) und Montmorency.
Heinricht III. wird ermordet. |
Philipp V. 1316 - 1322 |
Karl IV. 1322 - 1328 |
Philipp VI. 1328 - 1350 |
Johann II. der Gute 1350 - 1364 |
Karl V. 1364 - 1380 |
Karl VI. 1380 - 1422 |
Karl VII. 1422 - 1461 |
Ludwig XI. 1461 - 1483 |
Karl VIII. 1483 - 1498 |
Ludwig XII. 1498 - 1515 |
Franz I. 1515 - 1547 |
Heinrich II: 1547 - 1559 |
Franz II. 1559 - 1560 |
Karl IX. 1560 - 1574 |
Heinrich III. 1574 - 1589 |
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BOURBON
1589 - 1792 |
Heinrich IV. 1589 - 1610 |
Der Nachfolger von Heinrich III. wird Heinrich IV., der als
Führer der Hugenotten zum katholischen Glauben übertritt und so die Hugenottenkriege
beendet.
Ludwig XIII. der Gerechte erhält von Kardinal Richelieu Unterstützung für die
Stärkung der Monarchie. Zudem kommen noch außempolitische Erfolge durch Diplomatie.
Gründung der Académie Française.
Von 1618 bis 1648 herrscht der Dreißigjährige Krieg. In dem vom Kaiser angefangen,
auch Fürsten und Stände um die Macht im Heiligen Römischen Reich kämpfen.
Es kommt auch zu Konflikten zwischen Katholiken und Protestanten und zu Revalitäten
zwischen Bourbonen (Frankreich) und Habsburgern (Österreich und Spanien).
1648 kommt es zum Frondeaufstand, in dem Parlamente (Gerichtshöfe) und Hochadel sich
gegen die königliche Zentralgewalt erheben. Kardinal Marazin als leitender Minister
kann den Aufstand niederwerfen.
Als einer der bedeutendsten französischen Könige gilt Ludwig XIV. - der Sonnenkönig.
Die Infrastruktur wird unter ihm ausgebaut und Handel und Industrie werden gefördert. Seine
Kriege sind sehr kostspielig. Ludwig XIV. sieht sich angesichts seines Selbstverständinisses
als absolutistischer Monarch von Gottes Gnaden - was auch sein Leitspruch verdeutlicht:
Létat cest moi" - "Der Staat bin ich". Für das Land sind die Auswirkungen
fatal, da sich der Adel vom Volk entfremdet, was zum Ausbruch der Französischen Revolution
führt.
Das Versailler Schloss wird in seiner Pracht oft von europäischen Fürstenhäusern
zum Vorbild genommen.
Im französischen Krieg von 1688 bis 1797 können Wilhelm III. von Oranien mit einer
Allianz die französischen Ansprüche auf die Pfalz abwehren. Zwischen 1701 und 1714
kommt es zum Spanischen Erbfolgekrieg, in dem Frankreich gegen die österreichischen Habsburger
um den spanischen Thron kämpfen. Es erfolgt auch eine Intervenierung weiterer Staaten.
Wegen der Expansionsbestrebungen von Ludwig XIV. verbünden sich in einer großen
Allianz fast alle europäischen Mächte gegen Frankreich.
Die Königsmacht verfällt unter Ludwig XV. und es kommt zu einer Finanzkrise.
Unter den Einfluss der Mätressen Marquise de Pompadour und Gräfin Dubarry steht
Ludwig Xv., die beide die Kunst, Literatur und Wissenschaft fördern.
Im 7-jährigen Krieg zwischen 1756 und 1763 verliert Frankreich im Bündnis mit
Österreich fast alle Besitzungen in Nordamerika und Indien an Großbritannien.
Während der Französischen Revolution von 1774 bis 1792 wird König Ludwig XVI.
gestürzt und auf der Guillotine hingerichtet. Dieses Ereignis erschüttert Europa
so sehr, dass es sich gegen Frankreich verbündet. 1789 - also zur Zeit der Französischen
Revolution - wird die Republik gegründet, wobei der Adel seine Privilegien und die Kirche
ihr Gut verliert. |
Ludwig XIII. 1610 - 1643 |
Ludwig XIV. Sonnenkönig 1643 - 1715 |
Ludwig XV. 1715 - 1774 |
Ludwig XVI. 1774 - 1792 |
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1. REPUBLIK
1792 -
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1792 übernimmt als Volksvertretung der Nationalkonvent die Macht. Verfolgt
wird der Adel, bei Verrat endet das Leben mit der Guillotine. Diesem Zeitraum schließt sich im
Jahre 1793 eine Terrorherrschaft der Jakobiner unter Robespierre an, dessen Macht 1794 mit der Hinrichtung
des Anführers endet. Ein Direktorium übernimmt, welches 1799 durch Napoleon gestürzt wird,
der als Erster Konsul der Ersten Republik an die Macht gelangt. Er krönt sich selbst 1804 zum Kaiser der
Franzosen. Napoleon war einer der bedeutendsten Feldherren der Geschichte, der während seiner Feldzüge
fast ganz Europa erobert. 1815 kommt es zur Schlacht bei Waterloo, wo er die endgültige Niederlage kassiert.
Auf die Insel Helena verbringt er seine Verbannung.
Napoleon II. (1811 - 1832), der legitime Nachfolger von Napoleon I., stammt aus der Ehe mit Marie Louise von
Österreich. Er trägt kurz den Titel "König von Rom" sowie bis 1815 den Namen "Napoleon II.".
Im Schloss Schönbrunn bei Wien stirbt er an Tuberkulose. |
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1. EMPIRE
- 1814/15
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BOURBON
1814/15 - 1830 |
Ludwig XVIII. 1814/15 - 1824 |
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Karl X. 1824 - 1830 |
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| ORLEANS |
Ludwig Philipp der Bürgerkönig 1830 - 1848 |
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| 2. REPUBLIK |
Napoleon III. 1848 - 1870 |
Louis Napoleon Bonaparte, der Neffe von Napoleon I., wählt man zum
Präsidenten. Er wird Kaiser nach einem Staatsstreich im Jahre 1852. |
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| 2. EMPIRE |
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| 3. REPUBLIK |
Thiers 1871 |
1870 - 1871 findet der Deutsch-Französische Krieg statt. Ih ihm
siegt Preußen &u7uml;ber Frankreich. Es endet das 2. Kaiserreich. Gegen die Regierung
erhebt sich die Pariser Komune.
1. Weltkrieg von 1914 bis 1918: > 1,3 Millonen franz. Soldaten fallen.
2. Weltkrieg von 1939 bis 1945: Unendliches Leid an der Bevölkerung. |
MacMahon 1873 |
Grévy 1879 |
Carnot 1887 |
Casimir-Périer 1894 |
Fauré 1895 |
Loubet 1899 |
Falliéres 1906 |
Poincaré 1913 |
Deschanel 1920 |
Millerand 1920 |
Doumergue 1924 |
Doumer 1931 |
Lebrun 1932 |
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| VICHY |
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Freies Frankreich - Provisorische Regierung. |
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| 4. REPUBLIK |
Auriol 1947 - 1954 |
Zwischen 1947 und 1959 sind 24 Ministerpräsidenten
nur wenige Monate im Amt. Finanzkrise und Entkolonialisierung bringen Frankreich dazu,
die 4. Republik aufzulösen. |
Coty 1954 - 1959 |
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| 5. REPUBLIK |
De Gaulle 1959 - 1969 |
1959 kommt es zur Algerienkrise. De Gaulle wird zum
Ministerpräsidenten ernannt, um einen Putsch der Generäle zuvorzukommen. Die
Verfassung, die auf de Gaulle zugeschnitten ist, stärkt die Exekutivgewalt - vor
allem die Macht des Präsidenten gegenüber dem Parlament.
1968 kommt es zu Mai-Unruhen, bei denen Studenten auf die Straße gehen und ein
Generalstreik das Land lahm legt. Bildungs-, Sozial- und Rechtsreformen werden von de Gaulle
eingeleitet. Bei einer Volksabstimmung verliert er, was ihm zum Rücktritt bewegt.
Pompidou größtes Vermächtnis ist der Kulturpalast "Centre Pompidou". |
Pompidou 1969 - 1974 |
Giscard 1974 - 1981 |
Mitterand 1981 - 1996 |
Chirac 1996 - 2007 |
Sarkozy 2007 - bis jetzt |
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