Die Könige und Königinnen in Großbritannien
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Bereits Caesar unternimmt 55 v. Chr. Kriegszüge nach
Südengland, aber erst Kaiser Claudius gelingt es Britanien 43 n. Chr. zu unterwerfen.
Damit wird der Inselstaat für etwa 400 Jahre Provinz des Römischen Reiches. Am Hadrianswall
verläuft die Nordgrenze, weshalb Irland und Schottland nicht dazugehören. Im 5. Jahrhundert
wird das Römische Reich in West und Ost geteilt, Westrom geht sogar unter. Damit ist Britannien
nicht mehr von den römischen Legionen geschützt und ist fortan von den Angriffen der
nordwestgermanischen Stämme wie Angeln, Jüten und Sachsen ausgeliefert. Während des
7. Jahrhunderts entstehen sieben angelsächsische Kleinkönigreiche - Essex, East Anglia, Kent,
Mercia, Northumbria, Sussex und Wessex.
Zu Beginn des 8. Jahrhunderts existieren nur noch Mercia, Northumbria und Wessex. Im Jahre 825 gewinnt
Wessex im Kampf um die Vorherrschaft. Ein Jahrhundert später kommt es erneut zu Einfällen von
Stämmen, diesmal sind es Dänische, die sich sogar im Norden und Westen von Britannien
niederlassen.
Ein weiteres Vordringen kann erst Alfred der Große von Wessex (871 - 899) aufhalten. Später
kann sein Sohn Eduard die von den Dänen besetzten Gebiete zurückerobern. Dessen Sohn Ethelstan
wiederum kann nach der Eroberung vom dänischen Königreich Northumbria über ganz England
herrschen.
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EPOCHE |
NAME/HERRSCHAFT |
BEMERKUNG |
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SACHSEN
927 - 1013 |
Athelstan 927 - 939 |
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Edmund I. 939 - 946 |
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Eadred 946 - 955 |
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Eadwig 955 - 959 |
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Edgar 959 - 975 |
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Eduard der Märtyrer 975 - 978 |
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Ethelred II. 978 - 1013 |
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DÄNEN
1013 - 1035 |
Swend 1013 - 1016 |
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Knut I. der Große 1016 - 1035 |
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SACHSEN
1035 - 1066 |
Harold II. 1035 - 1040 |
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Hardknut 1040 - 1042 |
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Eduard der Bekenner 1042 - 1066 |
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NORMANNEN
1066 - 1135 |
Harald II. 1066 |
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Wilhelm I. 1066 - 1087 |
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Wilhelm II. Rufus 1087 - 1100 |
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Heinrich I. 1100 - 1135 |
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BLOIS
1135 - 1154 |
Stephan 1135 - 1154 |
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ANJOU
1154 - 1199 |
Heinrich II. 1154 - 1189 |
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Richard I. 1189 - 1199 |
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ANJOU PLANTAGENET LANCASTER YORK
1199 - 1483 |
Johann 1199 - 1216 |
Während der Regentschaft von Heinrich III. kommt es
zum Aufstand der Barone unter der Führung von Simon von Montfort. Dieser Aufstand gipfelt
in den Provisions of Oxford - Bestimmungen von Oxford. Dabei handelt es sich um ein Reformprogramm
von 1259, in dem, dem englischen Hochadel weitgehende Rechte gegenüber dem König und zur
Kontrolle der Verwaltung Englands eingeräumt wird.
Eduard I. ist der Erobere von Schottland und Wales, sein Sohn Eduard II. wird von seinen Günstlingen
grausam ermordet und Eduard III. erhebt Anspruch auf die französische Krone und beginnt aus diesem
Grund einen Feldzug gegen Frankreich, der den Hundertjährige Krieg ausgelöst. Anfangs gelingt
es dem englischen König weite Landesteile von Frankreich zu erobern.
Die Rosenkriege beherrschen das 15. Jahrhundert. Die Häuser Lancaster und York kämpfen dabei
um die Königswürde. |
Heinrich III. 1216 - 1272 |
Eduard I. 1272 - 1307 |
Eduard II. 1307 - 1327 |
Eduard III. 1327 - 1377 |
Richard II. 1377 - 1399 |
Heinrich IV. 1399 - 1413 |
Heinrich V. 1415 - 1422 |
Heinrich VI. 1422 - 1461
1470 - 1471 |
Eduard IV. 1461 - 1470
1471 - 1483 |
Eduard V. April - Juni 1483 |
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TUDOR
1483 - 1603 |
Richard III. 1483 - 1485 |
Als Heinrich VII. in der Schlacht bei Bosworth siegt,
gründet er die Tudor-Dynastie.
Das nachfolgende Zeitalter ist von Frieden und wachsendem Wohlstand geprägt. |
Heinrich VII. 1485 - 1509 |
Heinrich VIII. 1509 - 1547 |
Eduard VI. 1547 - 1553 |
Johanna Juli 1553 |
Maria I. 1553 - 1558 |
Elisabeth I. 1558 - 1603 |
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STUART
1603 - 1688 |
Jacob I. 1603 - 1625 |
In ihrer Zeit herrschte der Englische Bürgerkrieg. |
Karl I. 1625 - 1649 |
Oliver Cromwell 1653 - 1658 |
Richard Cromwell 1658 - 1659 |
Karl II. 1660 - 1685 |
Jacob II. 1685 - 1688 |
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ORANIEN
1689 - 1702 |
Maria II. 1689 - 1694
Wilhelm III. 1689 - 1702 |
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STUART
1702 - 1714 |
Anna 1702 - 1714 |
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HANNOVER
1714 - 1901 |
Georg I. 1714 - 1727 |
Die industrielle Revolution beginnt im 18. Jahrhundeert zuerst
in England. Die handwerkliche Einzelfertigung wird von der Massenfabrikation verdrä,ngt. Damit
wird Großbritanien zu einer führenden Wirtschaftsmacht, die auch in Nordamerika und Indien
expandiert.
Für Georg III. endet der Unabhängigkeitskrieg der nordamerikanischen Kolonien, die von
Frankreich und Deutschland unterstützt werden, mit einem Verlust der britischen Kolonie auf
dem Boden der heutigen Vereinigten Staaten. Nur Kanada bleibt im Besitz, hinzukommen aber Indien,
Australien und strategisch wichtige Inseln. Damit baut das Empire seine Vormachtstellung weltweit aus
und machen Großbritanien mit Handel und Industrie zur reichsten Nation.
Georg IV. wird während der letzten Regentschaftsjahre seines Vaters Georg III. zum Prinzregenten
ernannt. Grund für diese Maßnahme waren Anzeichen einer Geisteskrankheit. Georg IV. ist in
zahlreiche Skandale verwickelt.
Königin Viktorias Regentschaft gibt einem ganzen Zeitalter den Namen. Das britische Imperium
erreicht unter ihr seinen Höhepunkt. Den Titel Kaiserin von Indien wird sie 1876, zudem sichert
sich Großbritanien sogenannte Dominions - offiziell sich selbst verwaltende Kolonien.
Gekennzeichnet vom Kampf um Afrika ist die zweite Hälfte ihrer Amtszeit. Das British Empire
bringt große Territorien in Ägypten und Sudan in ihr Besitz und sichern sich die
südafrikanischen Diamantminen, weshalb sich Konflikte mit den Buren, deutschen und
niederländischen Siedlern bekommen.
Großbritanien gelingt es auch eine führende Rolle in Industrie und Handel zu erlangen,
jedoch steigern auch andere Länder in Europa und Nordamerika ihre Wirtschaftsleistungen. |
Georg II. 1727 - 1760 |
Georg III. 1760 - 1820 |
Georg IV. 1820 - 1830 |
Wilhelm IV. 1830 - 1837 |
Victoria 1837 - 1901 |
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SACHSEN- COBURG- GOTHA
1901 - 1910 |
Eduard VII. 1901 - 1910 |
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WINDSOR
1910 - heute |
Georg V. 1910 - 1936 |
Unter Eduard VIII. kommt es in Großbritannien zur
Verfassungskrise. Der König will die geschiedene Amerikanerin Mrs. Simpson ehelichen,
doch die anglikanische Kirche lehnt die Heirat ab. Daraufhin dankt er ab und beide gehen
ins Ausland, wo sie als Herzog und Herzogin von Windsor leben.
Als Nachfolger seines Bruders kommt Georg VI. auf den Thron. Im 2. Weltkrieg regiert er
als britischer Monarch, ehe er frühzeitig stirbt. Ihm folgt 1952 Elisabeth II. auf
den Thron, die in ihrer Amtszeit die Kolonien in die Unabhängigkeit gehen läßt
und zu den europäischen Staaten die Zusammenarbeit verstärkt.
Beliebtestes Mitglied des Könighauses wird Prinzessin Diana, die mit Prinz Charles
verheiratet war und nach ihrer Scheidung im Mittelpunkt des Öffentlichen Interesses
bleibt wie der plötzliche Unfalltod 1997 eindrucksvoll bewies.
Großbritanien wird nach den Anschlägen auf den New Yorker World Trade Center
am 11. September 2001 wichtigster Verbündeter der USA. Gemeinsam kämpfen sie
gegen den Terrorismus in Afghanistan und ab 2003 im Irak. Terroristen verüben im
Juli 2005 Anschläge in London. |
Eduard VIII. 1936 |
Georg VI. 1936 - 1952 |
Elisabeth II. 1952 - heute |
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