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Kulturareal Mikronesien
Geschichte und Lebensweise der Völker


 
 

Die Völker der Erde - Das Kulturareal Mikronesien

 
Mikronesien liegt östlich der Philippinen und nördlich Melanesiens im westlichen Pazifischen Ozean. Es handelt sich um kleinere Vulkaninseln und Atolle wie die Marianen, Karolinen, Marshalinseln Gilbert Island, Tuvalu, Nauru usw.
Die Bewohner werden als Mikronesier bezeichnet.

Mikronesien Der Fischfang ist in Mikronesien der Hauptlieferant der Ernährung. Er wird mit Netzen, Angelhaken, Speeren, Wehren und anderen Geräten durchgeführt. Wegen seiner wirtschaftlichen Bedeutung führen auf Veranlassung der Häuptlinge oft mehrere Dörfer ihn als Gemeinschaftsunternehmen aus, wobei dann auch Netze zum Einsatz kommen.

Als pflanzliche Nahrung dienen Kokosnüsse, Brotfruchtbäume, Bananen und Pandanusbäume. Auf künstlich erzeugter Humuserde wird auf den porösen Korallenboden der Atolle Tara, als wichtigste vegetarische Nahrung angebaut.

Für die Herstellung notwendiger Gebrauchsgegenstände bietet das Meer vielseitig verwendbare Rohmaterialien. Da auf den Atollen Steine fehlen, bietet die Tridacna-Muschel den Rohstoff zum Fällen von Bäumen, aus dem Schildplatt der Riesenschildkröten werden formschöne Hausratsutensilien hergestellt, wie z. B. Schalen und Löffel, aber auch gravierten Schmuck. Die Perlmuschel oder das Schildplatt dienen auch als Angelhaken, die Tarohacke wird aus Schildkrot gefertigt, die Cassis-Schnecke besitzt das Material zum Schaben der Pandanusfrüchte und der Korallenstein wird als Brotfruchtstampfer verwendet. Hohe Wirksamkeit erreichen die Waffen, wenn Haifischzähne zum Einsatz kamen.

Die Insulaner Mikronesiens bringen besonders kunstvoll gefertigte Erzeugnisse in der Weberei aus Pflanzenfasern hervor. Auch in der Matten- und Korbflechterei ist ihre Technik hoch entwickelt.

Im allgemeinen dient eine gewebte Binde den Männern als Kleidung. die Frauen tragen einen Grasschurz oder eine gewebte Kleidmatte aus Bananenblätter. Die Männer der Marshall-Inseln hüllen sich in einen Grasschurz und die Frauen kleiden sich mit zwei von der Hüfte bis zu den Knöcheln reichende geflochtene Kleidmatten.

Die Mikronesier sind gute Seefahrer und besitzen hervorragende Kenntnisse ihrer umgebenden Inselwelt.

Nicht einheitlich sind die gesellschaftlichen Verhältnisse der Mikronesier. Auf den östlichen Inseln Mikronesiens, wie den Marshall- und Gilbertinseln, Ponape und Kusae, ist die Gesellschaft in Schichten geteilt. Es gibt erbliche Häuptlinge mit ihren Verwandten, Freie und Abhängige. Streng organisierte Verwandtschaftsgruppen bestimmen das gesellschaftliche Leben auf den Zentral- und Westkarolinen. Auf den Westkarolinen haben Männervereinigungen eine hohe Bedeutung erlangt. Sogenannte Männerhäuser gibt es auf Yap, die ein Fundament aus Stein verfügen und an ihren giebelenden ein Satteldach tragen. Die Giebelecken und die Balken sind mit Reliefschnitzereien verziert, die von Mythen und Sagen berichten.

Natur- und Totengeister als auch göttliche Ahnen und Himmelsgottheiten und damit verbundene Kulte spielen in Mikronesien eine religiöse Rolle.
 
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