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Kulturareal Mitteleuropa


 
 

Die Völker Mitteleuropas

 
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Die Deutschen gehören zum westlichen Zweig der germanischen Sprachgruppe und sind in Mitteleuropa das zahlenmäßig größte Volk. Trotz der politischen Zerrissenheit des Landes konnte sich eine einheitliche hochdeutsche Schrift und Sprache mit regional oft sehr unterschiedlichen Mundarten entwickeln.

Trotz zahlreicher germanischer Stämme zur Römerzeit gab es auf deutschen Boden nach Abschluss der Völkerwanderungen nur eine geringe Zahl an westgermanischen Völkerschaften.

Deutsche Völkerschaften
Norden Friesen und Sachsen
(Niederdeutsche)
Mitte und Westen Franken, Hessen, Thüringer
(Mitteldeutsche)
Süden Alemannen und Bayern oder Bajuwaren
(Oberdeutsche)

Zur Zeit von Karl dem Großen hatten sich die verschiedenen deutschen Völker noch nicht das Gefühl eines einheitliches Volkes.

Das gemeinsame geschichtliche Schicksal im Ostfrankenreich, die verwandten Sprachen und der fast einheitliche gesellschaftliche und ökonomische Entwicklungsstand ließ im 9. Jahrhundert erste Anfänge einer Zusammengehörigkeit der westgermanischen Völker erkennen und mit der Gründung des deutschen Staates durch die beiden ersten sächsischen Kaiser entstand auch der gemeinsame Name für das deutsche Volk.

Die Flüsse Elbe und Saale bildeten die Grenze bis etwa zum 11. Jahrhundert zwischen den Deutschen und den Elbslawen. Bereits im 10. Jahrhundert begann die feudale deutsche Ostexpansion - Ostausdehnung - und erreichte ihren Höhepunkt zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert, wo die Gebiete der in Brandenburg, Mecklenburg, dem heutige Sachsen und in der Lausitz lebenden Elbslawen - zu denen die Abodriten, Liutizen und Sorben gehörten, erobert wurden. In diesen Territorien siedelte man dann flämische, fränkische, friesische und sächsische Bauern an. Die Reste der nicht vertriebenen oder getöteten slawischen Bevölkerung ging nach und nach im deutschen Volk auf - eine Ausnahme bildeten die Sorben. Die feudale deutsche Ostexpansion endete aber nicht an der Oder, sondern erstreckte sich bis weit in die Gebiete von Pommern und Schlesien.

Die deutschen Mundarten gliedern sich in zwei große Gruppen und zwar in Niederdeutsch - dem sogenannten Plattdeutsch und in Hochdeutsch. Die hochdeutschen Mundarten teilen sich in die mitteldeutsche Gruppe wie Mittelfränkisch (Moselfränkisch: Trier und Ripuarisch: Köln), Rheinfränkisch (mit Hessisch und Pfälzisch) und Thüringisch-Obersäsisch (heute: Säsisch) und oberdeutsche Gruppe, zu der Süd- und Ostfränkisch, Schwäbisch-Alemannisch und Bayerisch-Österreichisch gehören. Die niederdeutsche Gruppe gliedert sich wiederum in Niedersächsisch (Märkisch, Mecklenburgisch, West- und Ostfälisch, Schleswigisch und Holsteinisch) und in Niederfränkisch (dazu gehören auch Niederländisch und Flämisch).

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Heute ist Deutschland wiedervereint. Trotz der Teilung der Deutschen in Ost und West nach dem 2. Weltkrieg gab es immer eine gemeinsame Nationalkultur und immer ein historisch gewachsenes Zusammengehörigkeitsgefühl.

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