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Sesostris I., 2. Pharao, 12. Dynastie


 
 

Ägypten - Sesostris I., 2. Pharao der 12. Dynastie


Der thronende Pharao Sesostris I. Sesostris I., 2. Pharao der 12. Dynastie, regierte von 1956 bis 1911/10 v. Chr. - 45 Jahre lang - Ägypten. Die ersten 9 Jahre davon gemeinsam mit seinem Vater Amenemhet I., der von 1976 bis 1947 v. Chr. den Thron inne hatte, bis dieser auf dramatische Weise ums Leben kam.

Sesostris I. erreichte die Nachricht vom Attentat auf seinem Vater während eines Libyenfeldzuges. Als rechtmäßiger Thronfolger eilte er schnell in die Hauptstadt Itj-taui zurück, um den Putschversuch zu vereiteln.

Die Grabkammer der stark zerstörten Pyramide von Sesostris I. ist heute geflutet. Gerade noch rechtzeitig gelang es ihm die Regierungsgewalt zu übernehmen. Den Rat seines Vaters folgend, machte er seinen Sohn Amenemhet II. schon zu seinen Lebzeiten zum Mitregenten.

Wie sein Vater Amenemhet I., der Gründer der 12. Dynastie und Initiator der Verlegung des Herrschersitzes vom oberägyptischen Theben nach Itj-taui, der neuen Hauptstadt 40 Kilometer südlich von Memphis gelegen, so schlug auch er die gleiche politische Linie ein.

Sesostris I. setzte auch die Außenpolitik wie sein Vorgänger fort. Eine seiner Hauptaufgaben war die erfolgreiche Kolonialisierung von Nubien - dem Goldlieferant von Ägypten. Gewaltige Festungsanlagen und befestigte Stützpunkte sicherten den Zugang zu den Steinbrüchen und Goldminen der Region.

Nahe Itj-taui, etwa 2 Kilometer südlich der Pyramide seines Vaters, ließ er auch seine Grabpyramide errichten. Diese besteht aus Mauern und Grabkammern, die mit Sand und Geröll aufgefüllt worden. Tura-Kalkstein diente als Verkleidung, der aber heute nur noch auf der Nordseite in wenigen Teilen zu sehen ist. Die Grabkammer, die schon im Mittelalter geplündert wurde, liegt in der Pyramidenmitte. Heute liegt sie unterhalb des Grundwasserspiegels.

Das angrenzende Areal ist der Bezirk der Grabstätten von Mitgliedern der königlichen Familie und hoher Würdenträger.

Zahlreiche Quellen berichten von der Bautätigkeit von Sesostris I., von denen nur wenige Zeugnisse erhalten blieben. In Heliopolis ließ er zu Ehren des Sonnengottes in einem Tempel einen Obelisken errichten, der heute noch am Originalstandort zu sehen ist.

Bei Restaurierungsarbeiten am dritten Pylon von Karnak wurden im Jahre 1920 Steinblöcke aus weißem Kalkstein entdeckt, die von der Bautätigkeit von Sesostris I. an diesem Ort kunden. Die Steine hatte einst Amenophis III., 9. Pharao der 18. Dynastie, abtragen und im Pylon verbauen lassen, um die kleine dreischiffige Pfeilerhalle wieder entstehen zu lassen. Diese hatte religiöse Funktion. Sie diente als Station in der Prozession der Götterbarke. Sesostris I. hatte sie im Jahre seines Regierungsjubiläums dem Gott Amun gestiftet.
 
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Geschichts-Buchtipp
Sinuhe, der Ägypter Sinuhe, der Ägypter
Bestes Buch über Ägypten zur Zeit Sesostris I. und überhaupt aus der Zeit der Pharaonen. Ein Klassiker der ägyptischen Literatur, geschrieben von Mika Waltari (1945).
Der Hintergrund des Buches ist die Ermordung von Pharao Amenemhets I. und seinem Sohn Sesostris I., der sich während des Attentats gerade auf einem Feldzug befindet. Sinuhe als königlicher Beamter gerät unter den Verdacht von den Putschplänen gewußt zu haben. Er flieht, erhält aber vom Pharao eine Amnestie.
Das Buch ist ägyptischen Grab-Autobiografen sehr ähnlich, übertriftt diese aber was den Detailreichtum an Fakten betrifft.


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