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Sesostris III., 5. Pharao, 12. Dynastie


 
 

Ägypten - Sesostris III., 5. Pharao der 12. Dynastie


Sesostris III. Sesostris III. ist der 5. Pharao der 12. Dynastie, der von 1872 bis 1853/52 v. Chr., Ägypten im Mittleren Reich regierte. Während seiner 20 Regentenjahre festigte er durch Verwaltungsreformen die Autorität des Pharaos und machte in Hinsicht seiner Außenpolitik sein Reich zu einer Weltmacht.

Lithografie von David Roberts Säulenfront des Tempelhauses Seine Leistungen und Taten sind auf Steleninschriften überliefert, von denen verhältnismäßig viele erhalten blieben.

Während seiner langen Regierungszeit erlebte Ägypten einen Höhepunkt seiner Entwicklung. Das ägyptische Pharaoenreich dehnte seinen Einflussbereich in Nordost- und Süd-Richtung immer weiter aus. Im Norden erreichte es die palästinensische Stadt Sichem. Truppen drangen vor, befestigte Stützpunkte sicherten die Handelswege bis nach Vorderasien hinein. Im Süden schob sich die Südgrenze des Reiches bis zum 2. Nilkatarakt vor.

Die Feinde Ägyptens bedrohten an zwei Grenzen die Sicherheit des Landes. Beduinenstämme versuchten immer wieder im Nordosten bis ins Nildelta vorzudringen. Die Nubier im Süden errichteten am 3. Nilkatarakt ein mächtiges Reich - das Land Kusch - mit der Stadt Kerma als Zentrum. Eine Reihe von befestigten St¨tzpunkten, darunter auch die Festung Buhen, schützten den Besitz von Unternubien. Bereits vorhandene Festungsanlagen ließ Sesostris III. weiter ausbauen und neue errichten, so bekräftigte er seine Ansprüche auf Nubien.

Sesostris III. war Kriegsherr und Eroberer und ging als solcher in die Geschichte ein. Asiatische Völker, Libyer und Nubier mußten sich seinem Willen beugen. Ein schlagkräftiges Heer sorgte für die Sicherheit des Reiches.

Auch als Bauherr monumentaler Bauwerke war Sesostris III. tätig. Dies bezeugen zumindest noch Reste eines Tempels in Medamud, den er zu Ehren des Kriegsgottes Month errichten ließ und die Pyramidenanlage in Dahschur. Hier wurden zwei Prinzessinnengräber entdeckt. Eines der Gräber war das der Prinzessin Mereret, welches kostbare Beigaben - Meisterwerke der Goldschmiedkunst enthielt.

Zu Beginn des Mittleren Reiches stand erneut die Reichseinigung im Mittelpunkt. Dabei war die Stellung der sogenannten Gaufürsten (= Oberhaupt einer Provinz mit rechtliche, miliäärische und theologische Pflichten) zunächst unantastbar geblieben. Im Laufe der Zeit hatten sie sich königliche Privilegien angenommen, die nur einem Pharao zustanden, wie beispielsweise das Errichten von Statuen und hatten auf ihnen mit einer Datierung ihrer Regierungsjahre begonnen. Sesostris III. setzte dieser Selbstverherrlichung ein Ende. Fortan wurden die Gaue von drei speziellen Behörden des Reiches zentral verwaltet, alle Widerstände waren zwecklos, nur starke Herrscherpersönlichkeiten waren dazu in der Lage.

Auf Statuen erscheint Sesostris III. nicht mehr als unantastbare, ewig jugendliche Gottheit, er wird als Mensch und ein für sein Reich sorgender König dargestellt.
 
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