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Ägyptische Tempel, Gräber und Pyramiden |
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Um 2700 v. Chr. am Ende der 2. Dynastie kam es zu politischen Wirren
zwischen beiden Landesteilen Unter- und Oberägyptens. Der letzte Herrscher dieser
Dynastie Chasechemui festigte den jungen Staat durch eine erneute Reichtseinigung. Dies
war die Grundlage für die Entstehung des Alten Reiches.
Ihm folgten Nebka und Djoser, vermutlich die Söhne Chasechemuis auf den Thron. Beide
werden als die Begründer der 3. Dynastie von den Wissenschaftlern angesehen. Memphis
wurde unter Nebka die Reichtshauptstadt und Sakkara die dazugehörige Nekropole -
Totenstadt (aus dem griech.), also eine Begräbnis- und Weihestätte des Altertums und
der Ur- und Frühgeschichte, die abseits der Wohnsiedlungen lagen. In dieser Totenstadt
entstand das erste ganz aus Stein errichtete Bauwerk der Menschheit - die Stufenpyramide.
des Djoser.
Sie war erst als Mastaba - (arab. Steinbank) ein ägyptisch-arabischen Wort für Bank
benannter Typ von Grabbauten der altägyptischen Kultur - geplant, doch der Bauplan wurde
mehrfach geändert bis ihre heute noch erkennbare Form realisiert wurde. Als Bauleiter
verantwortlich war der Oberpriester von Heliopolis Imhotep, der damit als Erfinder der
monumentalen Steinarchitektur gilt.
Die gesteigerte landwirtschaftliche Produktion machte den Aufschwung der ägyptischen
Wirtschaft erst möglich, aber auch die gut ausgebaute staatliche Verwaltung leistete
dazu ihren Beitrag.
In der 4. Dynastie wurde durch Snofru die Macht der Pharaonen gestärkt und erreichte
damit ihren Höhepunkt. Welche Macht der Pharao hatte, ist in der Größe der
Pyramiden erkennbar.
Dies besonders in der Großen Pyramide von Giza zu sehen, die der Pharao Cheops,
der Sohn Snofrus, errichten ließ. Sie gilt mit ihrer Höhe von 147 Metern und einer
Fläche von 230 mal 230 Metern als die Vollkommenste aller erbauten Pyramiden.
Kleinere Pyramiden wurden zur Zeit der 5. Dynastie erbaut. Der Pharao sah sich seit der
4. Dynastie als Sohn der Sonne an. Um den Sonnenkult zu begehen, wurden zu Ehren des Re - dem
altägyptische Sonnengott von Heliopolis (auch Ra genannt) - Sonnenheiligtümer
errichtet.
Auch in der Architektur der Ägypter kam es manchmal zu Problemen. Zum Beispiel als
Pharao Snodru aus der 4. Dynastie versuchte die Falsche Pyramide von Meidum durch
eine nachträgliche Verschalung in eine echte Pyramide zu wandeln. Ein Teil der
Fassade rutschte ab.
Im Auftrag von Snofru entstanden in Dahschur zwei weitere Pyramiden: die sogenannte
Knickpyramide und die Rote Pyramide. Die Pyramiden der 4. Dynastie sowie die des Userkaf
am Anfang der 5. Dynastie waren alle vollständig aus Stein gebaut, die des Sahure in
Abusir besitzt nur einen Steinmantel, das Inneren ist Geröll - eine ab dieser Zeit
übliche Bauweise.
Das Innere einer Pyramide besteht aus einem System von Gängen - auch als
Labyrinth bezeichnet - und Räumen. Der wichtigste davon ist die Grabkammer des Pharao.
Das sogenannte Labyrinth sollte Grabräuber irreführen und den Leichnam des Pharaos
im Sarkophag schützen.
Die Wände im Innern einer Pyramide waren ab der 5. Dynastie mit für das
Jenseits nützlichen Texten beschriftet und mit in Bildern erzählenden Mythen
ausgeschmückt.
Die Pyramide diente nicht als Begräbnisstätte im eigentlichen Sinne, sie sollte
vielmehr dem verstorbenen Pharao als riesige Steintreppe dienen, um zum Himmel zu seinem
wahren Vater, dem Sonnengott Re, zu gelangen. Bei ihm würde er dann die
Unsterblichkeit erhalten, die sonst nur den Göttern vorbehalten war. Zwischen Menschen
und Göttern diente die Pyramide also als Verbindung.
Wirtschaftliche Probleme brachten gegen Ende der 6. Dynastie einen vorläufigen
Niedergang des Königtums. Das Ende dieser Dynastie ist auch zugleich das Ende des
Alten Reiches. |
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