Suche  |  Webseite  empfehlen  |  Zu  Favoriten  hinzufügen
Die Völker der Erde auf www.voelker-der-erde.de
 
Sie sind hier:  
Zentrale Sahara


 
 

Die Völker in der Zentralen Sahara

 
Afrika In der zentralen Sahara - in Oasen und in einigen Täler der Gebirge, in denen Steppencharakter vorherrscht, und im Innern der Sahara leben zwei Völker - die Tuareg und die Tibbu oder Teda.

Sich selbst nennen die Tuareg "Imoschag". In die zentrale Sahara und in das mittlere Nigergebiet sind vor vielen Jahrhunderten die Tuareg in mehreren Wellen aus dem Norden eingewandert. Die hier lebenden Völker wurden unterworfen und in Abhängigkeit gebracht. Viele Bräuche wie auch die Sprache der Berber bewahren sich die Tuareg allerdings. Das vorwiegend europide Aussehen der Menschen weist auch anthropologisch in nördliche Richtung.

Als Hirtennomaden züchten sie Kamele, Ziegen und Schafe. Auch Landwirtschaft betreiben sie in den Oasen, wo sie Getreide anbauen und Fruchtbäume anpflanzen.

Indigogefärbte Kleidung sind für die Tuareg charakeristisch. Die Männer tragen lange Hemden mit weiten, kurzen ärmeln. Nicht die Frauen haben das Gesicht verschleiert, sondern die Männer tragen vor dem Gesicht ein blaues oder schwarzes Tuch.

Ihre Behausungen sind meist groszlig;e Lederzelte. Die Lederverarbeitung, welche Aufgabe der Frauen ist, ist hoch entwickelt und dient als gewerbliche Tätigkeit.

Kulturgeschichtlich ist von großer Interesse die alte Tifinagh-Schrift der Tuareg, die einst unter der berberischen Bevölkerung viel weiter verbreitet war - heute allerdings nur noch im Air-Gebiet erhalten blieb.

Gesellschaftlich stehen Sultane an der Spitze der 6 Stämme, deren Titel einst erblich war, heute aber von den Oberhäuptern vornehmer Familienverbände gewählt werden.

Der Karawanenhandel, der ihnen einst hohe Gewinne einbrachte, ging durch die koloniale Aufteilung Afrikas weitestgehend verloren. Die Tributverhältnisse der sogenannten Hörigen sind durch Abwanderung dieser Völker in heutiger Zeit gelöst.

Etwa auf eine Millionen Menschen werden die Tuareg heute geschätzt.


Im Gebirgsland von Tibesti bis zu den Oasen von Fessan - alles Gebiete im Osten der zentralen Sahara - siedeln die Tibbu oder Teda.

Die Tibbu entstanden aus verschiedenen Gruppen aus Libyen und aus eingewanderten Gruppen negrider Bevölkerung. Jedoch ist die Ethnogenese noch nicht eindeutig geklärt.

Je nach örtlichen Begebenheiten kultivieren die Tibbu Weizen, pflanzen in Oasen Fruchtbäume an und halten Kleinvieh - die Bodenstruktur bestimmt die vorrangige Wirtschaftstätigkeit.

Ein Großteil der Tibbu sind Nomaden oder Halbnomaden - sie betreiben zudem Schafzucht. Ihre Behausungen richten sich ebenso nach den geographischen Verhältnissen. Einige Gruppen bauen mit Blättern gedeckte Steinhäuser, andere leben in Höhlenwohnungen und wieder andere Gruppen errichten Hütten aus kurzen Baumstämmen und zweigen.

Eine große Rolle bei den Tibbu spielt die Jagd - eine sehr wichtige Rolle, sogar eine Jägerkaste existiert.

Welche gesellschaftliche Organisation bei den Tibbu besteht, ist wahrscheinlich abhängig von wo die Gruppe herkam - ist aber bis heute weitgehend unbekannt.

Der Islam ist ihre heutige Religion.
 
Afrika-Info-Box



Copyright © - All rights reserved


Werbung