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Sprachfamilien & Völker in Amerika


 
 

Völker der Aruak-Sprachfamilie


Achagua
Aus den Graslandgebieten von Kolumbien kommt dieser kleine Indianerstamm, der in der Vergangenheit von den zahlenmäßig größeren Guahibo angegriffen wurde.
Als Ackerbauern kultivieren die Achagua neben Maniok auch Süßkartoffeln, Mais und Bohnen. Bei der Jagd kommen mit Curare vergiftete Pfeilspitzen zum Einsatz. Der Stamm betreibt Polygamie, einzige Voraussetzung ist aber dabei, dass die Frauen aus anderen Dörfern geholt werden müssen.


Amuesha
Ihre Heimat ist der Osthang der Anden in den Departamentos Huánuco, Junin und Pasco. Die Amuesha zählen heute noch ca. 5000 Angehörige. Einst ernährten sie sich von der Jagd und Sammeln von Früchten und Wurzeln, heute bildet die Landwirtschaft ihre Nahrungsgrundlage. Angebaut werden Mais, Maniok und Kaffee.
Im 16. Jahrhundert, als Spanier in das Hochland vordrangen, und Haziendas erbauten, wurde ihr Jagdgebiet stark reduziert. Als Atahualpa sich im Jahre 1742 erhob, beteiligten sich die Amuesha. Die Spanier konnten zwar vertrieben werden, unternahmen aber eine Strafexpedition, bei der die Amuesha ins Hochland deportiert worden. Dort erfroren die meisten von ihnen, ihre Anzahl konnte sich aber wieder erholen. Dann kam es im 19. Jahrhundert zu schweren Kämpfen mit den Peruanern, so dass die Amuesha erneut stark dezimiert wurden und das beste Land an weiße Siedler verteilt wurde. Mit der in Peru zwischen 1969 und 1976 erfolgte Bodenreform, verbesserte sich ihre Lage. Heute sind die Amuesha kleine Landwirte, die ihre eigenen Ländereien für ihr Auskommen bewirtschaften.


Baniwa
wohnen nördlich des Amazonas in den Grenzgebieten von Brasilien und Kolumbus und zählen heute noch etwa 3000 Angehörige. Nahrungsgrundlage bildet der Maniok und die Jagd.
Weit im Umkreis begehrt sind die durch Töpfern hergestellten Erzeugnisse.


Campa
(auch Kampa, Asháninca, Ashéninca)
leben im Gran Pajonal - dem Grasland zwischen der San-Carlos-Kette und den Cerros de la Sol - der Flüsse Tano, Ene, Apurimac sowie Urubamba und am Oberlauf des Ucayali in Peru.
Sie selbst nennen sich Asháninca und ihre Bevölkerungszahl liegt bei 30000 im Jahre 2000. Sehr nahe verwandt sind sie mit den Caquinte und Machiguenga.


Goajiro
wohnen auf der Halbinsel Guajiro in Kolumbien und an der Küste von Venezuela. Der etwa 150000 zählende Stamm ist bekannt geworden durch ihren Handel mit Salz, welches sie durch ihre angelegten Salzgärten gewinnen. Die Goajiro sind seit dem 16. Jahrhundert erfolgreiche Ackerbauern und Viehzüchter.


Ipurina
sind ein kleiner Indianerstamm von etwa 1000 Angehörigen, der im braislianischen Bundesstaat Amazonas an den Flüssen Acre, Ituxi und Seruini heimisch sind. Als Nahrungsgrundlage bebauen sie ihre Felder mit Maniok, Mais und Baumwolle und gehen zudem dem Fischfang und der Jagd nach.
Aus strohgedeckten Hütten bestehen ihre kleinen Dörfer.


Manao
sind ein aus mehreren Angehörigen bestehender kleiner Indianerstamm im Amazonagebiet von Brasilien. Als Nahrungsgrundlage werden Mais und Maniok angebaut. Früher setzten sie bei ihrer Feldarbeit auch Sklaven ein.
Auf Grund alter Gesetze konnten die Häuptlinge der Manao mehrere Frauen ihr eigen nennen. Der Stamm wurde aber wegen ihrer ungewöhnlich großer Kanus im Umland bekannt.


Mojo
sind ein Indianerstamm aus dem Tiefland, deren Kultur sich am meisten die der europäischen angepasst haben. Dies liegt wahrscheinlich an der Missionierung dieses Stammes.
Der aus Augsburg stammende und in Konstanz und Ellwangen wirkende Pater Franz Xaver Dirrhaim - 1679 - 1748 - reiste zwischen 1716 und 1718 über Buenos Aires nach Peru zum Stamm der Mojo, um sich die Missionierung dieses Stammes anzusehen. Dies ist auch der Grund der Anpassung an die europäischen Lebensgewohnheiten.
Die Mojo waren in der Lage feste Brücken und Kanäle zu bauen. Sie betreiben auch eine intensive Landwirtschaft, sind Fischer und Jäger. Besonders berühmt wurde der Stamm durch ihre Jaguarjagden.


Paressi
sind heimisch nahe dem Oberlauf des Rio Juruena, wo sie neben Maiok auch Mais, Bohnen und Baumwolle anbauen. Die in Brasilien lebenden Paressi zählen heute noch etwa 1000 Angehörige, die als erfolgreiche Landwirte vornehmlich tätig sind.
Mit insgesamt sechs Familien leben die Paressi in großen ovalen Gemeinschaftshäusern. Von alters her bekannt, ist die Sitte, dass die Männer mehrere Schwestern heiraten dürfen.


Paumari
leben auf den Inseln und Sandbänken des brasilianischen Amazonas. Während der Trockenzeit bewohnen sie Erdhütten, in der Überschwemmugszeit befahren sie den Haupt- und seine Nebenflüsse mit schwimmenden Hütten.
Hauptnahrungsgrundlage bildet der Mais, der auf den Inseln angebaut wird. Zudem fangen sie mit Kanus Fische und Schildkröten.


Piro
leben im Südwesten des Montana-Gebietes in Peru, wo jede Familie ihr eigenes Haus besitzt. Sie ernähren sich vom Ackerbau, Fischfang und der Jagd. Die Frauen weben und stellen ihre Kleidung aus Rindenstoffen her.
Die Männer dürfen mehr als eine Frau heiraten. Nach der Heirat ist es Pflicht für den Vater der Braut über einen längeren Zeitraum zu arbeiten.
Die Peruaner zwangen im 19. Jahrhundert die Piro zur Sklavenarbeit auf ihren Plantagen. Durch schwere Krankheiten musste der Stamm in dieser Zeit größere Verluste hinnehmen. Heute zählen die Piro noch ca. 5000 Stammesangehörige.


Wayú
leben im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Venezuela auf der wüstenartigen Halbinsel Guajira als Hirtenvolk. Sie züchten Rinder, Schafe und Ziegen und auf Feldern bauen sie Mais, Bananen, Kakao und Zwiebeln an.
In Großfamilien leben die Wayú, die vier soziale Schichten aufweisen: die Häuptlingsfamilie, gewöhnliche Familie, Dienerfamilien und Familien ehemaliger Kriegsgefangener und Sklaven.
Ihrem Glauben nach hat eine weiblichen Gottheit die Welt erschaffen, weshalb sie ihren Frauen größte Achtung entgegen bringen. Der Schamanismus ist immer noch verbreitet.
 
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