Völker der Chibcha-Sprachfamilie
Bribri
sind ein kleiner Indianerstamm an der Küste von West-Panama und Costa Rica. Ihre Felder
werden durch Brandrodung gewonnen, auf denen sie Mais, Bohnen und Bananen anbauen. Zu Beginn des
19. Jahrhunderts eroberten den noch heute für sie wichtigen Lebensraum.
Bekannt wurden sie, weil sie aus Gürteltieren Rasseln als Musikinstrumenten mit bohnengroßen
Samenkörnern herstellen.
Cofan
(Quijo)
leben im Nordosten von Ecuador, wo sie Mais, Maniok und Kartoffeln anpflanzen. Bekannt wurde der
Stamm vor allem als Händler von Waren, die sie selbst herstellen. Die Cofan fertigen hervorragende
goldarbeiten an und sind geschickte Handwerker in der Webkunst, dessen Decken sie zum Verkauf
anbieten.
Cuna
(auch Kuna)
waren einst ein bedeutender Indianerstamm von dem nur zwei kleine Gruppen überlebten:
Festlands-Cuna sind an den Küsten von Panama und Kolumbien heimisch und die
Insel-Cuna, deren Heimat die San-Blas-Inseln in der Karibik vor der Küste von Panama sind.
Die Reservation der Festlands-Cuna befindet sich nahe des Bayamaflusses, dessen See gestaut wird
und der ihre Heimat bedroht. Sie sind Ackerbauern und kultivieren neben Mais, Maniok, Reis auch
Bananen und Yams. Fischfang ist die Nahrungsgrundlage der Insel-Cuna, den sie mit Netzen, Pfeil
und Bogen und Speeren betreiben.
Der Schamanismus ist ihre religiöse &UUml;berzeungung, der aber vermischt mit dem Christentum
ist. Zur Zeit der Kolonisation waren sie oft mit Piraten verbündet und entgingen so der
spanischen Kolonialherrschaft. Missioniert wurden sie im 19. Jahrhundert durch Missionare aus den
USA.
Im Jahre 1925 stellten sie sich gegen den Staat Panama und gründeten den Staat Tule. Später,
1925 näherten sie sich aber wieder Panama und bekamen die Autonomie.
Itonama
(auch Machoto, Saramo)
Sie sind ein unbekannter und unerforschter Stamm, der im Nordosten von Bolivien in Dörfern
nahe Brasilien am Inonamas-Fluss und am Inonamas-See als auch am Rio Guaporé im Departement
Beni ihre Wohnstätten haben.
Es wird angezweifelt, ob ihre fast ausgestorbene Sprache wirklich dem Chibcha zugerechnet werden
kann. Eher glaubt man, sie gehöre zum Paéz oder wird in einer Untergruppe dem Cauca
- beides isolierte Sprachen - zugerechnet. In einer Gruppe von mehr als 5000 Angehörigen
beherrschten nur 10 noch diese Sprache.
Kogi
(auch Cágaba)
leben in Nord-Kolumbien im Norden der Sierra Nevada de Santa Marta. Hier siedeln sie in Höhen
von etwa 1500 Metern, wo sie in verschiedenen Jahreszeiten auf verschiedene Höhen und mehr oder
weniger fruchtbaren Boden, der auf die Familien verteilt ist, Ackerbau betreiben.
Die Kogi halten sich für das ausgewählte Volk, die die kosmische Ordnung als einziges Volk
aufrecht erhalten können und zur Rettung des Ganzen in der Lage sind. Dabei sind die Kogi die
sogenannten "Älteren Brüder" und der Rest der Menschheit die "Jüngeren Brüder".
Pasto
sind beheimatet im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Ecuador, wo noch ca. 50000 Stammesangehörige
in den Tälern dieser Bergregion leben. |