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Sprachfamilien, Sprachgruppen in Asien/Europa


 
 

Völker der mongolischen Sprachfamilie


Burjaten
Die Burjaten - auch als Burjäten bezeichnet - sind ein mongolisches Volk, das am Baikalsee nördlich der Mongolei beheimatet ist. Sie bewohnen die Burjatische Autonome Republik mit der Hauptstadt Ulan-Ude in der Russischen F&oml;rderation. Zudem siedeln sie im Distrikt Aginsk in der Region Tschita, in dem Distrikt Ust-Orda und weitere Gruppen in der Mongolei. Mehr als die Hälfte der Ewenken haben ihre Heimat in der Republik Burjatien gefunden. Es ist immer noch der Schamanismus verbreitet, im Osten sogar der Lamaismus. Ihre Sprache hat das Volk geeinigt. Wichtigster Erwerbszweig ist die Viehzucht, zudem sind viele der Burjaten immer noch Wanderhirten und die Jurte ist mancherorts noch ihre Behausung.

Dahuren
Die Sprache der Dahuren gehört zur mongolischen Gruppe der altaischen Sprachgruppe. Auch als Dahor, Daur und Tahat bezeichnet, leben sie heute in den Provinzen Heilongjiang und in der Inneren Mongolei als nationale Minderheit in der VR China. Die Jagd, der Fischfang und die Holzwirtschaft sind ihre wichtigsten Wirtschaftszweige. Die intelligenten Dahuren haben Schrift und Sprache der Chinesen übernommen und ein ausgebautes Schulsystem eingeführt. Erste Industriezweige bauten sie in ihren Provinzen auf. Im 10. Jahrhundert könnten, der Ananhme nach, die Khitan - die auch als Qidan bezeichnet werden - in Nordostchina das Liao-Reich gegründet haben. Als unmittelbaren Nachfahren gelten die Dahuren. Schamanismus und Lamaismus sind noch weit verbreitet.

Kalmyken


Mongolen
Die Mongolen besaßen durch Eroberung ein Weltreich, welches von Schlesien bis an das Japanische Meer reichte. Danach zogen sie sich in ein weites Gebiet von Ost- und Zentralasien zurück. Von knapp 6 Millionen Menschen lebt die etwas kleinere Hälfte in der Republik Mongolei (Äußere Mongolei) und der andere etwas größere Teil lebt in der VR China, wo sie ein Gebiet als Innere Mongolei benannten. Die Burjaten und Kalmycken sind zwar auch Mongolen, leben aber in der Russischen Föderation und werden als zwei eigene Nationalitäten geführt.
Die in der Republik Mongolei gesprochene mongolische Sprache gehört zum Chalcha-Dialekt. Die Schrift war die der Russen - also die kyrillische Schrift, aber 1994 kehrten sie zu ihrer mongolischen Eigenschrift zurück. Diese Schrift wurde einmal vom legendäre Dschings Khan in Auftrag gegeben und basiert auf die uigurische Schrift. Jahrhundertelang war die mongolische Schrift neben der chinesischen Schrift in China verwendet worden. Linguistisch gesehen, gehört das Mongolische zur mongolischen Sprachgruppe der altaischen Sprachfamilie. Es gibt aber zahlreiche Dialektgruppen.
Die Mongolen betreiben bis heute noch als Nomaden Viehwirtschaft und züchten Pferde, Rinder, Kamele und Schafe. Die in China lebenden Mongolen sind in der Industrie tätig.
Zwischen dem 10. und 12. Jahrhunderten eroberten sie unter den Namen Kitai, Kitan, Khitan und Qidan weite Territorien Nordchinas und gründeten das Liao-Reich. Im 13. Jahrhundert wurden die Mongolen weltbekannt, als Reiterheere unter der Führung von Dschings Khan bis nach Europa vorrückten. Als Großkhan gründete Kubilai Khan in China von 1279 bis 1368 die Yuan-Dynastie. Die Goldene Horde an der unteren Wolga wurde von Dschings Khans Sohn gegründet, im 15. Jahrhundert von den Russen wieder beendet wurde. Religiös gesehen, huldigten die Mongolen einem Ahnen- und Herrenkult, waren zudem noch vom Schamanentum treu ergeben. Ließen sich dann im 13. Jahrhundert vom Lamaismus - einen Zweig des Buddhismus - bekehren bevor sie nach dem Zerfall der Sowjetunion sich dem Buddhismus-Zweig erneut zuwandten.
Die Mongolen werden auch mit den Namen Mogol, Meng und Menggu bezeichnet.

Chalcha - sogenannte Ostmongolen
Die Chalcha bilden etwa Dreiviertel der Gesamtbevölkerung der Mongolei. Zudem leben sie im Norden von Tibet und in Sinkiang. Das sogenannte Chalcha-Mongolische wird als das klassische Mongolisch angesehen, weshalb sich die Chalcha als Mongolen im engeren Sinn verstehen. In der Äußeren Mongolei ist sie die amtliche Staatssprache. Das Mongolische wird seit dem Jahre 1993 wieder in der alten Eigenschrift geschrieben, allerdings verwenden Mongolen als Minderheit in der Russischen Föderation die kyrillische Schrift für das Mongolische. Für die Chalcha werden auch die Bezeichnungen Chalcha-Mongolen und Khalkha verwendet.

Oiraten - sind sogenannte Westmongolen.

 
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