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Sprachfamilien & Völker in Amerika


 
 

Völker der Penuti-Sprachfamilie


Klamath-Sahaptin-Sprachen (Shapwailuthan-Sprachen)


 Klamath-Zweig 
Modoc
Modoc sind eng mit den Klamath verwandt. Das Bezeichnung "Modoc" ist aus ihrer Sprache von dem Wort "Maotokni" abgeleitet und bedeutet "die Südlichen".
Ihr Stammesgebiet lag einst zwischen den heutigen US-Bundesstaaten Oregon und Kalifornien, wo sie als Jäger, Sammler und Korbflechter lebten. Sie gelten auch als einziger bekannte Stamm weltweit, der Nahrung aus den Samen einer Wasserlilie zu bereitet.
Als Behausung dienten ihnen haltunterirdische Erdhäuser von denen nur das Dach über den Boden hinausragte. Am Lost River und Tule Lake begangen sie später mit Gabelspeeren, Netzen und Reusen zu fischen.
Als eine Bande von Shastane-Kriegern einen Wagenzug überfielen, wurden die friedliebenden Modoc als Vergeltung von einem Goldgräbertrupp 1853 überfallen. Da der Stamm über Feuerwaffen nicht verfügte, wurden zahlreiche von ihnen niedergemetzelt. Die überlebten flohen nach Lave Beds. Der Oberhäuptling Computwaush und seine Kriegshäuptlinge wollten einen Rachefeldzug, doch sein Sohn Kintpuash, den die Weißen Captain Jack nannten, war für Frieden. Denn er erkannte die Aussichtslosigkeit eines Krieges gegen die übermähtigen Weißen. Aber der Kriegshäuptling Schonchin mit seinen Kriegern überfiel eigenmächtig einen Wagenzug, wobei 70 Weiße getötet wurden.
Ben Wright führte 1856 eine Kompanie Oregon Volunteers zu einer verspäteten Vergeltungsaktion für das Massaker gegen die Modoc. Wright lud angesehene Krieger und den Oberhäuptling zu einem Fest mit Strychin vergifteten Speisen ein. Doch die argwöhnischen Indianer lehnten die vergifteten Speisen ab. Worauf man den Oberhäuptling und 37 seiner angesehensten Krieger erschoß. Der Rest der Modoc konnte dem Gemetzel durch die Flucht entgehen.
Nach dem Tod des Oberhäuptlings spaltete sich der Stamm. Kintpuash wollte immer noch Frieden und Schonchin und Schonchin-John Krieg. Nach dem Friedenschluss führte Kintpuash den Stamm 1864 in die Klamath-Reservation.
Die hochmütigen Klamath verboten den Modoc zu jagen und Holz zu schlagen. Worauf Kintpuash im Frühjahr des Jahres 1870 nach sechs Jahren des Zusammenlebens den Großteil der Modoc wieder in ihre Jagdgründe führte. Sie weigerten sich wieder in die Reservation zurückzukehren. Die US-Armee wollten die Modoc 1872 gewaltsam zum Reservat führen. Sie weigerten sich und flüchteten wieder in die Lave Beds. Auf der Rückseite des Tule Lakes konnten sich die Modoc hinter einer natürlichen Festung verschanzen.
Eine Friedenskommission unter General Canby und Reverend Thomas wollten die Modoc zum Frieden überreden. Doch die Modoc ermordeten beide. Die Folge war ein groß angelegter Feldzug unter der Führung General Jefferson Davis gegen die aufständigen Indianer. Nach 5-monatiger Gegenwehr unterlagen die Modoc einer riesigen Übermacht, was den Stamm erneut spaltete.
Sie wurden gefangen und die Anführer vor Gericht gestellt. Häuptling Kintpuash und drei seiner Unterführer verurteilte man zum Tod durch Erhängen, das Urteil wurde am 03.10.1873 in Fort Klamath vollstreckt. Zur Quapaw-Agentur ins Indianer-Territorium Oklahoma kam der Rest der Modoc. 1909 kamen noch 51 Modoc nach Oregon in eine Reservation.
Bekannt waren die Modoc auch, mit ihren Kriegsgefangenen eine Art Sklavenhandel zu betreiben.



 Sahaptin-Zweig 
Nez Percé
Eine Gruppe von Umatilla Die Nez Percé lebten einst im heutigen US-Bundesstaat Montana. Weil sie ihre Nasen durchbohren, umd sie zu schmücken, erhielten sie von den Franzosen den Spitznamen "Durchbohrte Nasen". Sie selbst nennen sich Chopunnish, Kaminu, Nimpiu oder Tsupeli.
Sie hatten einst eine friedliche Einstellung gegenüber den Weißen. Änderten aber ihre Einstellung als immer mehr Goldsucher und Abenteurer im 19. Jahrhundert in ihr Stammesgebiet im Felsengebirge eindrangen. Ihr Widerstand wurde aber mit brutaler Gewalt beendet.
Sie kamen in zwei getrennte Reservationen in Idaho und Oregon, jedoch leben auch noch einige in der Colville-Reservation in Washington.


Tenino (Warm Springs)



Umatilla
waren Jären und Sammler, die während der Lewis und Clark-Expedition erstmals 1804 zusammentrafen. Sie sind einer der wenigen Indianerstämme in Nordamerika, die 1855 freiwillig in eine Reservation gingen. Ihnen wurde im Nordosten von Oregon nahe dem Columbia River bei Pendleton diese eingerichtet.
Heute leben ca. 1600 Stammesangehörige.


Walla Walla
Sie lebten mit den engverwandten Des Chutes, Klikitat, Palouse und Yakima im Nordwesten der Rocky Mountains.


Yakima (Klikitat)
Ursprünglich war der Stamm der Yakima am Columbia River ansässig und ernährten sich vom Fischfang und vom Sammeln wilder Früchte, Wurzeln und Kräuter. Als der Stamm 1855 im Auftrage von US-Behörden in die Reservation sollte, kam es zum offenen Kampf. Drei Jahre lange leisteten die Yakima erbitterten Widerstand bis sie schließlich besiegt wurden.
Heute leben in der Yakima-Reservation im US-Bundesstaat Washington ca. 8000 Angehörige.



Penuti-Sprachen


 Costano 
Alle Sprachen dieses Zweiges sind ausgestorben.



 Miwok 
Alle Sprachen dieses Zweiges sind ausgestorben.



 Umpqua 
Yakona




 Yokut 
Alle Sprachen dieses Zweiges sind ausgestorben.




Tsimshian-Chinook-Sprachen


 Chinook-Zweig 
Wasco




 Tsimshian-Zweig 
Chimmeshjan (Tsimshian)
Die Jagd und der Fischfang sind auch heute noch ihre Lebensgrundlage. Sie zeigten sich viel friedlicher als ihre verwandten Nachbarn die Tlingit und Haida. Sie haben aber gleiche religiöse Vorstellungen und ebenso den Schamanismus wie ihre Nachbarn.
Die Tsimshian leben heute im kanadischen Bundesstaat British Columbia auf den Inseln an der Nordwestküste am Nass River und um den Milbanke Sound und zählen noch ca. 7000 Stammesangehörige.


Gitxsan



Nisga'a (Nass)




 
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