Pipil
leben in El Salvador und Honduras und bauen Mais, Baumwolle, Kakao und Tabak an. Ihr Leben
haben sie an das der Mestizen angepasst. Aus Mexiko wanderten sie zwischen dem 12. und 16.
Jahrhundert ein.
Sie kämpften gegen die Spanier, wobei sie fast die Hälfte ihrer Bevölkerung
verloren. Heute haben die Pipil etwa noch 2000 Angehörige.
Serrano
Sie leben in Kalifornien und haben sich wenig später nach der Ankunft der Spanier der
europäischen Lebensweise angepasst. Bald nahmen sie den katholischen Glauben an und
lebten fortan erst in mexikanischen später amerikanischen Machtbereich.
In Kalifornien bot man ihnen drei Reservationen an. Heute leben ca. 1000 Serrano in den
Vereinigten Staaten.
Paiute
Vor Ankunft der Weißen im 19. Jahrhundert durchstreiften sie das weite Gebiet des Großen
Beckens als Jäger und Sammler, ein Gebiet von Idaho über Nevada und Utah bis nach
Kalifornien und Arizona. Die meisten von den Paiute lebten aber in Nevada. Ihrer Abstammung nach
sollen sie einst Schoschonen gewesen sein.
Bei den Paiute entwickelte sich durch den Schamanen Wovoka eine spezielle Erlösungslehre,
nach der ein indianischer Mesias kommen werde und die Weißen vertreibe würde. Als
nach 10 Jahren kein Mesias erschien, verlor die Bewegung ihre Bedeutung.
Heute leben die Paiute verstreut in kleinen Reservationen im US-Bundestaat Nevada. Die
Gesamtbevölkerung wird auf 6400 Stammesangehörige geschätzt.
Ute (Utah)
waren ein stolzes Volk im Großen Becken, das vor Ankunft der Weißen ein Gebiet der
heutigen US-Bundesstaaten Utah, Colorado, Nevada und New Mexico durchstreifte. Als im 18.
Jahrhundert die Spanier kamen, bekämpften die Paiute sie wie ihre Totfeinde die Navajo
und Pueblo-Indianer.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts fand man Gold und Silber in den Wohngebieten der Ute, worauf
unzählige Weiße und Abenteurer kamen. Sie verteidigten ihre Heimat, mussten aber
vor der zu Hilfe gerufenen US-Armee kapitulieren.
Man verwies die Ute in Reservationen, wo sie auf kargen Böden ein einfaches Leben
führen. Dank der weiten Verbreitung der Ute-Stämme konnte der Stamm als solches
überleben.
Ihr Name gab der Sprachfamilie auch den Namen.
Sonorische Gruppe
Takic-Gruppe
Cahuilla
Luiseño (Netela)
sind ein Stamm, der im Südosten von Kalifornien lebt. Sie zählen zu den sogenannten
"Missionsvölkern", weil sie schon früh dem christlichen Glauben zugeneigt waren.
Die Jahre der Kolonialisierung von Kalifornien überstanden die Luiseño praktisch
unbeschadet. Heute leben die ca. 2800 Stammesangehörigen im Süden von Kalifornien in
neun Reservationen und ernähren sich hauptsächlich vom Mais.